Ein bisschen mehr als 50 einspurige BrĂŒcken, dazu etwa genauso viele WasserfĂ€lle, rund 600 Kurven, UrwaldtĂ€ler, FelswĂ€nde, Badebuchten, Lavafelder, BambuswĂ€lder, einzigartige Panoramen und abenteuerliche Straßen… das alles ist Teil des berĂŒhmt berĂŒchtigten Hana Highways.

Wir2 wussten, dass es ein langer Tag wird denn es gibt viel zu sehen. Und das wollen wir ja schließlich immer 😍 So starteten wir bereits gegen 7 Uhr, um die wohl spektakulĂ€rste Straße Maui’s kennenzulernen. Innerhalb von 12 Stunden und ungefĂ€hr 260 Kilometern bekamen wir unzĂ€hlige Facetten der Insel zu Gesicht. Angefangen bei Orten mit extrem vielen (fĂŒr unseren Geschmack viel zu vielen) Menschen, ĂŒber Wege mit ein paar (fĂŒr unseren Geschmack noch immer zu viele) Touristen, bis hin zu Straßen, wo sich fast keine Menschenseele mehr befand (genau nach unserem Geschmack). Zwar wurde uns abgeraten diese Straße zu fahren, welche teilweise sogar gesperrt ist… (Hinweis: “und wenn ihr euch entscheiden solltet, doch dort lang zu fahren, dann bitte mit einem allradfĂ€higem GelĂ€ndewagen —> wir haben ĂŒbrigens den kleinsten Nissan der Insel)… aber das haben wir eben einfach verdrĂ€ngt! Und unser Mini-Mobil hat das ĂŒbrigens großartig gemeistert! Gut… vielleicht hört er sich ein bisschen klappriger an als vorher, aber er fĂ€hrt noch đŸ˜‚đŸ€™đŸ»

Ja, wo fĂ€ngt man an zu erzĂ€hlen bei der “Road to Hana”… wir haben ein paar Highlights zusammengestellt:

  • Twin-Falls

Einige der ĂŒber 50 WasserfĂ€lle sind tatsĂ€chlich richtig beeindruckend, echt riesig und verdammt voll mit Wasser đŸ˜± Zwei davon befinden sich direkt nebeneinander, wodurch wohl auch der Name entstanden ist, die Twin-Falls. Schön anzusehen, leider aber zu viele Menschen (es ist einer der ersten Anlaufpunkte des Hana Highways und leicht zu Fuß zu erreichen… quasi auch fĂŒr gebrechliche Touris, welche einfach nur aus dem Bus fallen) und vor allem nix zum ausruhen und schon gar nix zum baden!

  • Bamboo-Forest

Der Bambuswald war schon eher nach unserem Geschmack. Schon der Eingang zum sprichwörtlichen Bambuslabyrinth versprach wenig Besucher, da dieser so zugewachsen war, dass man dahinter nur bloßen Urwald erahnte… im Grunde war das auch so… aber wir schlugen uns durch 😂 Die KlĂ€nge der riesigen Bambusstangen im Wind, eine Menge Schlamm unter den FĂŒĂŸen, eine zweistellige Anzahl an Moskitostichen, eine total verdreckte GoPro, die auch mal als Abfangstock herhalten musste… nach diesem Teil waren Wir2 wieder zufrieden ❀

  • Wai‘anapanapa State Park

Schwarzer Sandstrand lĂ€dt hier normalerweise zum entspannen ein. Leider ist auch dieser Teil des Hana Highways zu leicht fĂŒr ALLE Touris zu erreichen… also nur ein paar SchnappschĂŒsse und weiter geht‘s…

  • Thai-Kitchen

Wohin zum Essen in Hana? Zwar fĂŒhrt die berĂŒhmteste Straße Maui’s in diese Ortschaft aber erwarten sollte man bei Ankunft nicht allzu viel. Hier ist eher der Weg das Ziel, was aber auch jeder gute ReisefĂŒhrer schon vorher verrĂ€t. Uns bringt ein kleines unscheinbares Schild zu einem richtig guten Thai-Imbis. Frische Sommerrollen und sauscharfer Papayasalat in der Mitte vom Nirgendwo… einfach perfekt đŸ€™đŸ»

  • Nahtoderfahrung

WĂ€hrend wir uns abseits der Straße zu Fuß (und vor allem in Flip Flops đŸ€ŠđŸ»â€â™€ïž) durch die BĂŒsche auf die Suche nach einem guten Startpunkt fĂŒr die Drohne machten, sah eine von uns dem Tod regelrecht in die (gelben) Augen 👀 Beim Versuch, sich wahnsinnig mutig durch das letzte GestrĂŒpp zum wirklich perfekten Startplatz zu kĂ€mpfen, mussten wir schmerzlich einsehen, dass die Natur wieder einmal gewonnen hatte! Zwischen den Ästen des Strauches hinderte uns ein extrem reißfestes Spinnennetz (ca. 2m im Durchmesser) daran, weiterzugehen. Es schleuderte uns regelrecht zurĂŒck. Im gleichen Moment ließ sich die EigentĂŒmerin des Netzes auf einem unserer Shirts nieder und krallte sich fest đŸ•·Â SIGNALFARBE! Ein großer gelber Punkt auf dem RĂŒcken könnte nichts Gutes bedeuten! Ein lauter Schrei und das haarige, zĂ€hnefletschende Monster flog im hohen Bogen davon! DURCHATMEN! Aus dem schon kurz ersichtlichem hellen Licht am Ende des Tunnels wurden ganz langsam wieder klare Bilder… Wir sind dem Tod mit dieser Aktion auf jedem Fall gerade noch einmal von der Schippe gesprungen!!! đŸ˜‚đŸ•·đŸ•ž

…vielleicht haben wir an der ein oder anderen Stelle ein klein wenig geflunkert, aber im Kern ist alles genauso passiert 🙊… und nun „Let’s DRONE“ 😍 Denn nachdem wir dieses Erlebnis verdaut hatten, schickten wir unsere Drohne auf Reisen. Im Kampf gegen den KĂŒstenwind, schaffte sie es dennoch diese Bilder zu zaubern…

 

  • Kaffee-Oase im Nirgendwo

HĂ€lt man links und rechts des Hana Highways die Augen offen, tun sich wundervoll versteckte Oasen auf. Wir finden einen kleinen Bretterverschlag, hinter welchem sich ein botanischer Garten versteckt. WĂ€hrend uns die EigentĂŒmerin im Hippi-Style selbst gerösteten Kaffee anbietet, stehen wir inmitten von AloeVera-, Ananas-, Bananen- und riesigen Bambuspflanzen. Hier wird die kleine Rast zum echten Erlebnis.

  • Unterwegs gesehen und toll gefunden

  • Wirkliche Schönheit

Die wahre Schönheit finden wir tatsĂ€chlich erst nach dem Verlassen des “offiziellen” Hana Highways. Dort wo die Straßen noch enger, noch schlechter, teilweise gesperrt und dringend ausbaufĂ€hig sind, entdeckten wir wie wunderschön Maui sein kann. Fernab von den Touristenströmen scheint hier alles noch natĂŒrlich, wunderschön und einfach perfekt. Atemberaubende Landschaften und großartige Aussichten reihen sich aneinander.

SO SCHÖN KANN MAUI SEIN…